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Heizkosten sparen im Altbau

Zu den Erbauungszeiten vieler Altbauten hat niemand über Energiesparen nachgedacht. Falls doch, so gab es technisch noch nicht so gute Möglichkeiten, Wände zu dämmen oder dichte Fenster zu installieren. Hinzu kommt dass viele dieser Gebäude höher gebaut sind als moderne Wohnräume. Bis es hier einmal behaglich wird, heizen Sie viele Kosten buchstäblich zum Fenster hinaus. Aber nun müssen Sie weder die Decken abhängen noch den Altbau grundsanieren.

Mit diesen zehn Tipps sparen Sie Heizkosten, ohne zu frieren.

 

team-1 Wenn Sie diese 10 Tipps von bauvz.at befolgen, können Sie bares Geld sparen.

DI Johannes Schantl Energiespar-Experte

Bewusst heizen heißt sparsam heizen: 10 Spartipps für Heizkosten

1

Heizen nach Bedarf.
In Abwesenheit von mehr als drei Tagen genügt es, wenn Sie die Heizkörper auf 5 °C herunterregeln. Bei Abwesenheit über mehrere Stunden sind 15 °C warm genug, um bei Ihrer Heimkehr und dem Hochregeln des Heizkörpers schnell wieder Zimmertemperatur zu erreichen.

 

2

Wärme hinter Vorhängen und Rollläden festhalten.
Bei eisigen Außentemperaturen hilft der geschlossene Rollladen, bis zu 20 % Wärmeverlust einzusparen. Bereits ein simpler Vorhang hält etwa 10 % der Wärme zurück.

 

3

Heizen mit Bedacht.
Je nachdem, welchen Bedarf an Behaglichkeit Sie haben, kann das Herunterregeln der Temperatur im Schlafzimmer viel Heizkosten sparen - jedes Grad punktet hierbei. In der Küche genügt meist eine niedrige Gradeinstellung, weil Herd, Kühlschrank oder Spülmaschine automatisch mitheizen.

 

4

"Wärmefresser" entlarven und beseitigen.
Undichte Fugen an Fenstern und Türen saugen viel Wärmeenergie ungenutzt aus dem Wohnraum. Mit Lippenprofilen oder schon einfachsten Dichtungsprofilen sparen Sie bereits in einer Heizperiode deutlich mehrstellige Kosten.

 

5

Heizkörper nicht zubauen.
Wo ein Heizkörper arbeitet, sollten Möbel oder Verkleidungen nicht eng davor, darüber oder daneben stehen. Überall dort könnte es zum Wärmestau kommen, die Wohnung bleibt kühl, die Heizung muss eine höhere Leistung erbringen. Ebenso sollten Vorhänge nicht über den Heizkörper reichen, damit die Wärme direkt vom Gerät in den Raum frei abgegeben werden kann.

 

6

Stoßlüften statt Dauerkipp.
Kippfenster unterstützen eine gute Lüftung nicht, führen aber viel Wärme unnütz ab. Besser ist es, mehrmals täglich bei abgeschalteter Heizung für 10 Minuten zu lüften. Es findet ein besserer Luftaustausch statt und kostbare Heizenergie geht weitaus geringfügiger verloren.

 

7

Hinter dem Heizkörper die Wand dämmen.
Wo der Platz für eine richtige Dämmschicht nicht ausreicht, spart bereits eine 5-Millimeter-Alu-Styroporplatte (dünne Isoliermatte) bis zu 6 % Heizkosten. Aber aufpassen auf Schimmelbildung, da die Wand hinter dieser Alufolie "schwitzt". Hier ist eine regelmäßige Kontrolle notwendig!

 

8

Elektrische Stromfresser nur selten einsetzen.
Radiatoren und Heizlüfter verbrauchen in kurzer Zeit richtig viel Energie. Wenn der Betrieb einmal unumgänglich ist, dann schalten Sie solche Geräte so kurz wie möglich ein.

 

9

Einsatz von Thermostatventilen zum Sparen von Heizkosten.
Dieses kleine Stück Technik hält in jedem Zimmer die Temperatur exakt auf Ihrem Wunschwert. Bei geringen Anschaffungskosten sparen Sie auf diese Weise bis zu 8 % Energie. Allerdings gilt für die Ventile das Gleiche wie für Heizkörper: Gardinen über dem Thermostatventil behindern dessen Arbeit.

 

10

Einmal jährlich vom Experten die Heizung überprüfen lassen.
Der beste Zeitpunkt für den Jahrescheck ist der Herbst, vor dem Beginn der Heizperiode.

 

Wichtig beim Heizkosten sparen ist das richtige und ausreichende Lüften. Denn bei allzu dichten Räumen ohne Fugen oder Undichtheiten kann sich Schimmel bilden, der die Wohnqualität erheblich mindert. Bei einem Lüftungsturnus von sechsmal täglich bei zehn Minuten (bei Bedarf, zum Beispiel beim Kochen oder Geschirr spülen auch öfter) ist dieses Risiko minimiert.

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